- Zwei Drittel der deutschen Eltern fühlen sich erleichtert, wenn die Routine zurückkehrt
- Gleichzeitig sagen 60 Prozent, dass die Erholung aus den Ferien bis zum Schulstart bereits wieder aufgebraucht ist
- 55 Prozent gehen regelmäßig die Ideen aus, was sie für ihre Kinder packen oder kochen sollen
- 50 Prozent empfinden Kochen und Meal-Prep in den ersten Schulwochen als herausfordernd
Berlin, 03. September 2026 – Wenn die Sommerferien enden, überwiegt bei deutschen Eltern weniger Wehmut als Erleichterung: Eine aktuelle Umfrage im Auftrag von Wolt unter 1.000 Eltern schulpflichtiger Kinder in Deutschland zeigt, dass der Schulstart für viele Familien vor allem die Rückkehr von Struktur und Planbarkeit bedeutet. Zwei Drittel der Eltern (66 %) fühlen sich erleichtert, wenn die gewohnte Routine zurückkehrt und 61 Prozent freuen sich aktiv auf den Schulstart, weil er wieder mehr Struktur in den Familienalltag bringt.
Gleichzeitig zeigt die Umfrage: Die Erholung aus den Ferien hält nicht unbedingt bis zum Ende der schulfreien Zeit an. 60 Prozent der Eltern sagen, dass ihre Erholung aus dem Urlaub bereits aufgebraucht ist, sobald die Schule wieder startet. Mehr als die Hälfte (56 %) empfindet den Planungsaufwand während der Ferien als ähnlich hoch wie in einer normalen Schulwoche. 42 Prozent gehen sogar so weit zu sagen, dass sie die Schulferien als stressiger empfinden als die Schulzeit.
Die zurückkehrende Struktur bringt damit zwar Erleichterung, gleichzeitig beginnt wieder die tägliche Organisation rund um Essen, Einkäufe und Schulalltag. Für viele Eltern liegt die Herausforderung dabei weniger im eigentlichen Erledigen als in der ständigen Planung dahinter: 50 Prozent beschreiben Meal Planning als eine mentale To-do-Liste, die nie vollständig abgeschlossen scheint.
Besonders deutlich zeigt sich dieser organisatorische Aufwand bei der Verpflegung der Kinder. 55 Prozent der Eltern geben an, dass ihnen regelmäßig die Ideen ausgehen, was sie ihren Kindern für Schule oder Betreuungseinrichtungen mitgeben oder kochen sollen. Die Hälfte (50 %) empfindet Kochen und Meal-Prep in den ersten Schulwochen als herausfordernd. Und auch kurzfristige Situationen können zusätzlichen Organisationsaufwand erzeugen: 43 Prozent finden es herausfordernd, fehlende Zutaten für die Lunchbox kurzfristig zu besorgen.
Auch andere Aufgaben rund um den Neustart bringen Aufwand mit sich: 52 Prozent empfinden das frühe Aufstehen wieder als Herausforderung, 50 Prozent die Budgetplanung für neue Schulmaterialien und Ausstattung und 43 Prozent den Einkauf von Lebensmitteln.
Gerade bei der täglichen Organisation von Essen und Einkäufen greifen viele Familien auf Lieferdienste zurück, um Aufgaben abzugeben und kurzfristig Zeit zu gewinnen: 96 Prozent der befragten Eltern nutzen Lieferdienste zumindest gelegentlich, mehr als ein Drittel (37 %) bestellt mindestens einmal pro Woche.Am häufigsten geht es dabei um Bequemlichkeit (46 %) und Zeitersparnis (41 %). Mehr als ein Fünftel (22 %) nutzt Lieferdienste ausdrücklich zur Stressreduktion. Für 18 Prozent spielen eine bessere Planung und Organisation eine Rolle, während 17 Prozent bestellen, wenn etwas unerwartet ausgegangen ist oder kurzfristig benötigt wird.
„Unsere Umfrage zeigt, dass der Schulstart für viele Eltern zunächst vor allem eines bringt: Erleichterung durch Struktur und feste Routinen. Gleichzeitig kehren mit dem Schulalltag auch viele tägliche To-dos zurück – von der Essensplanung über den Einkauf bis zur Frage, was am nächsten Morgen in der Brotdose landet. Gerade diese kleinen, wiederkehrenden Aufgaben summieren sich im Familienalltag schnell. Genau hier wollen wir mit Wolt dabei helfen, Zeit zu sparen und den Alltag ein Stück einfacher zu machen“, sagt Hadi Zaklouta, General Manager Wolt Deutschland.
Besonders deutlich zeigt die Umfrage, wer hinter dieser täglichen Organisation steht. 72 Prozent der Mütter sagen, dass sie die Neuorganisation des Familienalltags nach den Ferien – etwa Einkauf, Essensplanung und Schulvorbereitungen – hauptsächlich selbst übernehmen. Bei den Vätern sagen dies nur 36 Prozent.
Gleichzeitig betrachten 40 Prozent der Väter die Organisation als gleichberechtigt verteilt. Dieser Einschätzung stimmen jedoch nur 17 Prozent der Mütter zu. Lediglich 5 Prozent der Mütter sehen ihren Partner als Hauptverantwortlichen für die Organisation des Schulstarts, während 18 Prozent der Väter ihre Partnerin als Hauptverantwortliche nennen.
Auch beim Budget zeigen sich Unterschiede: 57 Prozent der Mütter empfinden die Kosten für neue Schulmaterialien und Ausstattung als Herausforderung, bei den Vätern sind es 44 Prozent. Das entspricht einer Differenz von 13 Prozentpunkten – der größten geschlechtsspezifischen Differenz innerhalb der abgefragten Herausforderungen.
Wie viel Organisation hinter dem Schulalltag steckt, zeigt sich auch bei der Verpflegung: 81 Prozent der deutschen Familien geben ihren Kindern Essen von zu Hause mit. 55 Prozent packen eine Lunch- oder Snackbox, weitere 26 Prozent kombinieren selbst mitgebrachte Snacks mit einem Schulessen. Nur 18 Prozent verlassen sich ausschließlich auf die Verpflegung durch Schule oder Betreuungseinrichtung.
Dabei greifen Eltern vor allem auf Bewährtes zurück: Frisches Obst landet bei 83 Prozent regelmäßig in der Lunchbox, gefolgt von Sandwiches (76 %) sowie Gemüse und Snacks (74 %). Der Apfel ist mit 48 Prozent die häufigste Obstwahl, beim Gemüse und Snacks liegen Gurkensticks mit 30 Prozent vorn. Bei den Sandwiches ist das Käsebrot mit 31 Prozent die beliebteste Variante.
Trotz des organisatorischen Aufwands freuen sich Eltern auf viele feste Momente des Schulalltags. An der Spitze steht das gemeinsame Abendessen: 84 Prozent freuen sich darauf, gefolgt vom Moment, wenn die Kinder von ihrem Tag erzählen (83 %). Auch ruhige Momente, etwa wenn die Kinder schlafen und das Haus wieder ruhig ist, gehören für 82 Prozent zu den Dingen, auf die sie sich freuen.
Die Umfrage wurde von OnePoll im Auftrag von Wolt zwischen dem 21. und 26. August 2026 online unter 1.000 Eltern schulpflichtiger Kinder in Deutschland durchgeführt.